Der Beitrag untersucht die Synergien zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Methodik anhand der Kooperation zwischen globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur Bremen und dem interuniversitären Forschungszentrum POLYPHONIE. Die Zusammenarbeit zeigt, wie translinguale Autor:innen literarische und gesellschaftliche Transformationsprozesse reflektieren und beeinflussen. Dabei werden Fragen zur Position translingualer Literatur in der deutschsprachigen Literaturlandschaft, zum narrativen Potenzial literarischer Mehrsprachigkeit sowie zur Rolle sprachbiografischer Interviews in der Erforschung von Sprachideologien und kultureller Zugehörigkeit behandelt. Der Beitrag beleuchtet, wie interdisziplinäre Kooperationen neue methodische Ansätze in der Germanistik ermöglichen und aktuelle gesellschaftliche Debatten bereichern können.