Die verschiedenen Krisen des Zusammenlebens der Menschheit „an der Schwelle” des XXI Jahrhunderts münden in die Krise des Suchens nach der Menschenidentität. Die Absurdität heutiger Denkart besteht darin, dass man versucht, den Menschen selbst wissenschaftlich zu produzieren, ohne danach zu fragen: „Wer ist der Mensch?”. Auf den Unsinn dieses Denkens haben schon die Überlegungen des II Vatikanischen Konzils hingewiesen, indem sie sich mit der Problematik der christlichen Hoffnung beschäftigt haben. Sowohl die theologale Hoffnung, wie auch alle irdischen Hoffnungen des Menschen, werden zum Geheimnis des Entstehens seiner christo–logischen Identität. Dabei muss zur Kenntnis genommen werden, dass der „nach dem Abbild” seines Schöpfers geschaffene Mensch eine geheimnisvolle Lebenseinheit der Personenvielheit ist. In diesem Zusammenhang erscheint das Problem der sozialen Dimension des Gegenstandes der christlichen Hoffnung, die nur sozial (Liebe) realisiert werden kann und soll. Ob und wie diese Hoffnung gestaltet das alltägliche Leben des Menschen erkennt man also an der Qualität seiner schöpferischen Teilnahme am sozialen Leben. Demzufolge soll die christliche Hoffnung zum kritischen Inspirationsfaktor der sozialen Aktivität werden. Dabei gilt folgende Behauptung: ich hoffe, dass das woran ich glaube, verwirklicht die Liebe.
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Tom 35 Nr 1 (2002)
Opublikowane: 10.02.2021

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