Opublikowane: 31.12.1997

Filozofia – nauka zadumy i rozumienia, szkołą teologicznego myślenia

Bernard Hałaczek

Abstrakt

Auf drei Ebenen fördert die Philosophie ein Denken, von dem die Theologie Nutzen ziehen kann: auf der Ebene der Fragestellung, auf der Ebene des Verstehens und auf der Ebene der Nachdenklichkeit. Und ein auf diesen Ebenen aufgebautes Handeln erfüllt die Bedingungen, die ein christliches Handeln voraussetzt.
Die Wichtigkeit des Fragens wird mit Hinweisen auf die Entwicklung der menschlichen Sprache und die Ergebnisse der modernen Wissenschaftstheorie belegt. Hervorgehoben wird zudem die Ansicht, daß die Philosophie, die beim Antwortgeben fast völlig zerstritten ist, ihre dauerhafte Existenz allein den unaufhörlichen Fragen verdankt. Indem aber die Philosophie das Wertvolle des Fragenkönnens beweist und lehrt, trägt sie dazu bei, daß der Mensch vom Antwortgeber zum Fragenden wird, daß er aus der fixfertigen Abgeschlossenheit in eine aufnahmebereite Offenheit tritt. Und genau dies ist sowohl für die Entfaltung des Menschen, wie auch für einen authentisch persönlichen Glauben nötig.
Zur Bereicherung des Menschen und seines Glaubens trägt entscheidend das bei, was seit der Antike den Kern einer jeden Philosophie ausmacht: das staunende Nachdenken. Doch die Haltung der Nachdenklichkeit setzt ein Verlangen nach dem Verstehen voraus. Erst dieses Verlangen macht die Bereitschaft und Fähigkeit zum Fragen lebendig. Dabei wird ein Verstehen-wollen, bzw.  können nicht selten mit einem Wissen, das als ein sicheres Wissen erscheint, verwechselt. Tatsächlich aber stirbt jedes Verstehen wollen an der Selbstherrlichkeit eines vermeintlich ganz sicheren Wissens. Denn wo alles gewußt wird, dort gibt's kein Fragen mehr und folglich auch kein Geheimnis mehr.
Die mangelnde Bereitschaft zum und um Verstehen vermindert im Endeffekt die Qualität des menschlichen Handelns. Alle Grausamkeiten und Mißerfolge der selbstsicheren, allein vom Wissen besessenen Ideologien des XX. J., sind dafür ein Beweis. Doch auf die fälschliche Ersetzung und Verwechslung des Verstehen mit dem Wissen sind auch viele kleine Fehlleistungen des täglichen Lebens zurückzuführen. Wenn nämlich jedes menschliche Handeln die Verwirklichung eines Lebensproblemes darstellt, dann muß jedem Handeln genauso wie jeder Problemlösung eine Befragung und ein Verstehen-wollen vorangehen. Ein Handeln und Wirken dem der Geist der Nachdenklichkeit fehlt, kann kaum auf ein menschenwürdiges, und noch schwieriger auf ein christliches Niveau erhoben werden.

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Zasady cytowania

Hałaczek, B. (1997). Filozofia – nauka zadumy i rozumienia, szkołą teologicznego myślenia. Śląskie Studia Historyczno-Teologiczne, 30, 25–34. Pobrano z https://journals.us.edu.pl/index.php/ssht/article/view/21009

Tom 30 (1997)
Opublikowane: 31.12.1997


ISSN: 0137-3447
eISSN: 2956-6185

Wydawca
Instytut Gość Media/Księgarnia św. Jacka

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