Die Verkündigung des Wortes Gottes gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Kirche, was ganz klar aus der Offenbarung selbst hervorgeht (J 20, 21; Mk, 16, 15; Apg 6, 2—4). Die Kirche versteht es, dass der Entwicklung der Zivilisation und der Kultur entsprechend, das Wort Gottes den neuen Situationen angepasst werden muss. Schon 1917 wies Benedikt XV darauf hin, in dem er in seiner Enz. Humani Generis Redemptionem die wesentlichen Elemente der Wort Gottes-Übertragung aufgezählt hat. Diese Enzyklika war ein Wegweiser für viele Homileten der Nachkriegszeit. Sie wurde zum Ausgangspunkt einer Erneuerungsbewegung im Bereich der Verkündigung.
In Polen war es besonders Professor Z. Pilch von Kielce, der die Ansätze zur neuen Homiletik gegeben hat. Er tat es in einer von sich herausgegebenen Zeitschrift „Przegląd homiletyczny” (Homiletische Revue). Zusammen mit seinen Schülern erarbeitete er auch ein Handbuch der Homiletik (1935). In seiner Zeitschrift, sowie in dem Handbuch weist er auf die Notwendigkeit der inneren Logik der Predigt hin, besteht auf eine einfache Redensart, Bereitschaft zum Dialog, sowie auf eine gute Kenntnis der Lebenssituation der Zuhörer, ohne der man keine richtige Antwort auf ihre Fragen geben kann.
Heute, nach Vaticanum II hingegen legt man mehr Wert auf die Theologie des Wortes Gottes, auf seine Verbindung mit der Liturgie und auf das Bewusstsein, dass man das Gottesreich hier auf Erden durch das Wort Gottes bauen kann und muss. All das verlangt ein besonderes Wissen, aber auch die Authentizität des Predigers. Er muss darauf bedacht sein, dass er durch seine Zuhörer auch die Welt ansprechen kann und dass seine Predigt am besten durch sein eigenes Lebenszeugnis bekräftigt wird.
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Tom 12 (1979)
Opublikowane: 31.12.1979

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