Die christliche Gesellschaftslehre wird heute (schon ohne Bedenken, die sich aus den historischen Vorfällen ergeben) als ein wichtiger Faktor der Entwicklung und Bildung des Wirtschaftssystems betrachtet. Es ist bekannt, daß sie ein christliches Bild des Menschen und seine völlige Verantwortlichkeit vor Gott annimmt. Die aus der christlichen Gesellschaftslehre folgenden Inspirationen können nicht angesehen werden als Moralisieren, weltanschaulicher Praktizismus oder Distribution des spezifischen „Rezepte”, die eine konkrete – in diesem Fall wirtschaftliche – Wirklichkeit ordnen sollen. Sie sind spezifische Orientierungspunkte in Form von an sich wenigen gesellschaftlichen Grundsätzen und einem offenen Katalog der Weisungen.
Mann kann jedoch versuchen, einige früher erwähnte, von der christlichen Gesellschaftslehre beeinflußte „Orientierungspunkte” zusammenzufassen, die jedoch aus selbstverständlichen Gründen nicht „hierarchisch” geordnet werden: Die Arbeit als Grundsatz der gesellschaftlichen Ordnung, Vorrang der Arbeiterplatzes vor dem Lohn, Politik gegenüber den mittleren Ständen, Vorrang der privaten Initiativen, neue Bestimmungen statt der Manipulationen, Sicherung des Privateigentums, Mitbestimmung und Mitverantwortlichkeit, interapersonaler und interpersonaler Kompromiß, Sorge um die Umwelt. Die schnelle Entwicklung der gesellschaftlich-wirtschaftlichen Verhältnisse verursacht die Notwendigkeit einer neuen Analyse vieler Erscheinungen und einer Ausarbeitung weiterer „Orientierungspunkte” oder wenigstens einer Änderung der sie gelegten Akzente.
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Utwór dostępny jest na licencji Creative Commons Uznanie autorstwa – Na tych samych warunkach 4.0 Miedzynarodowe.
Tom 31 (1998)
Opublikowane: 10.02.2021

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