Der Hauptgrund, weshalb sich in der Volksrepublik Polen die römisch-katholischen Geistlichen in den Jahren 1944–1956 dem antikommunistischen Untergrund anschlossen, war einerseits die deklarierte Gottlosigkeit als materialistische Theorie der Kommunisten, und andererseits die antipolnische Politik der UdSSR. Deshalb auch fühlten sich die römisch-katholischen Geistlichen der Diözese Przemyśl, die ihre Bildung vor dem Krieg in der 2. Polnischen Republik erwarben und während der deutschen Besatzung in den Untergrundstrukturen des Polnischen Staates tätig waren, sowohl aus religiösen als auch patriotischen Beweggründen verpflichtet, dem kommunistischen Regime Widerstand zu leisten. Das Engagement der römisch-katholischen Geistlichen aus der Diözese Przemyśl im antikommunistischen Untergrund erfolgte im Rahmen der konspirierenden Heimatarmee und danach in der Organisation NIE und in der Delegatur der im Ausland wirkenden Polnischen Streitkräfte. Später waren sie in der Organisation WiN (Freiheit und Unabhängigkeit) tätig, unterstützten die Partisanenabteilungen von Jan Toth, Pseudonym „Mewa” und Józef Zadzierski, Pseudonym „Wołyniak” und wirkten in den Konspirationsstrukturen der Nationalen Partei. Die römisch-katholischen Geistlichen der Diözese Przemyśl versuchten auf verschiedene Art die Denkweise der Gläubigen zu beeinflussen, vor allem während der Predigten, bei denen allgemeine Fragen des Patriotismus und des Dienstes fürs Vaterland berührt wurden. Lediglich die entschlossensten Geistlichen beteiligten sich aktiv im Kampf gegen das kommunistische System und zahlten dafür oft einen sehr hohen Preis in Form von Festnahmen, Prozessen und langjährigen Haftstrafen.
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Vol. 36 No. 1 (2003)
Published: 2003-06-30

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