Published: 1975-12-31

Zur Christologie von Piet Schoonenberg

Alfons Skowronek

Abstract

Der Verfasser versucht die Grundzüge christologischer Ansätze bei Schoonenberg zu skizzieren, dessen Theologie auf diesem Gebiet ihre besonders prägnante Ausformung erfahren hat. Geleitet vom seelsorgerlichen Interesse möchte Sch. neue Wege aufzeigen, die den heutigen Menschen den Zugang zum lebendigen Christus erschliessen (neben dem Zwei-Naturen-Modell, der dieser Aufgabe heute nur schwerlich gerecht werden könne). Sch. vertritt hier das Anliegen jener Richtungen in der Theologie, die eine Christologie „von unten” aufbauen möchten. Sch. übt Kritik an der Formel von Chalkedon, die seiner Meinung nach zur Negation der menschlichen Persönlichkeit Jesu geführt hat. Jahrhundertelang habe die Theologie um den „geteilten” Jesus gerungen, in welchem entweder seine Menschheit von der Gottheit aufgesogen wurde oder auch die Gottheit mit der Menschheit ständig zu wetteifern hatte. Diesen Dualismus möchte Sch. überwinden. In diesem Sinne kritisiert der Nimwegsche Theologe den klassischen Begriff der Präexistenz als eine völlige persönliche (mit eigenem Bewusstsein und eigener Freiheit) Existenz des Gottessohnes vor der Menschwerdung. Es wird eine Unterscheidung zwischen der Präexistenzidee und dem Personsein getroffen.
Die christologischen Überlegungen Sch.'s spiegeln sich in seinen trinitarischen Ausführungen wieder. Die Trinität interpretiert er dynamisch. In der Dreifaltigkeit müsse Raum für „Werden” vorhanden sein. Gottes Wort wird Person in Jesus.
Im letzten Teil des Artikels wird jener Gedankengang Sch.'s verfolgt, der Gott als „Gemeinschaft” und „Liebe” in Betracht nimmt im Anschluss an einen modernen, dialogalen Person-Begriff.

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Skowronek, A. (1975). Zur Christologie von Piet Schoonenberg. Silesian Historical and Theological Studies, 8, 43–52. Retrieved from https://journals.us.edu.pl/index.php/ssht/article/view/22375

Vol. 8 (1975)
Published: 1975-12-31


ISSN: 0137-3447
eISSN: 2956-6185

Publisher
Instytut Gość Media/Księgarnia św. Jacka

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