Die Familiengemeinschaft, also eine Gruppe Menschen von nahen, direkten Beziehungen, wächst aus dem Ereignis des persönlichen Seins des Menschen auf. Die fundamentale Eröffnung auf das „du”, geleitet durch den Geschlechtstrieb, ferner durch den mütterlichen und väterlichen, ermöglicht die Entwicklung der Liebe — des innerlichen Prinzips des gemeinschaftlichen Familienlebens. Der Baustoff der Liebe sind Worte und Gesten des alltäglichen Lebens der Familienmitglieder, mit denen sie sich gegenseitig beschenken, in all ihren Entwicklungsabschnitten. Diese fundamentale Eröffnung auf das „du”, die eigentümlich eingeschlagene Liebe, ausgedrückt durch das Erzeugen und die Erziehung der Nachkommenschaft sind etwas fundamentales, ursprüngliches und unübertragbares, also etwas natürliches. Die fundamentale Eröffnung des Menschen auf das menschliche „du” ist gleichzeitig seine Eröffnung auf das „Du” zu Gott. Die Beziehungen zu Gott werden bewahrheitet und oft durch die Beziehungen zwischen dem Menschen ausgedrückt. Die einzelnen Elemente der natürlichen Bemessung der ehelichen Liebe sind ein Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen, die natürlichen Beziehungen der Eltern mit den Kindern dagegen; die Familie mit anderen Familien sind Baustoff der dreifachen: prophetischen, priesterlichen und königlichen Mission eines Familiengotteshauses. Eine besondere Wichtigkeit für die Gegenwart hat die gesellschaftlich-politische Einstellung der Familie, die zu ihrer königlichen Funktion gehört. Eines ihrer prinzipiellen Ziele ist die Verteidigung der eigenen Familienrechte, durch eine organisierte Tätigkeit.
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This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License.
Vol. 17 (1984)
Published: 1984-12-31

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