„Die religiösen Werke” von Franciszek Karpiński aus der Sammlung Pieśni nabożne (erste Ausgabe – Suprasl 1792), in den katholischen Gebets- und Gesangbüchern verbreitet, kommen auch in den bedeutenden evangelischen Kantionalen vor. Einer der wichtigsten Vertretern des polnischen Schrifttums in Pommern, Danzinger Pastor Krzysztof Celestyn Mrongowiusz gab einen wichtigen Beweis seiner Toleranz und seiner Beziehungen zu der polnischen Kultur, indem er drei Lieder von Karpiński in seinem berühmten Pieśnioksiąg von 1803 ausgab (die zweite Ausgabe von 1840 enthält schon vier Lieder). Das Werk von Mrongowiusz wurde durch Hinweise von Bischof Jan Pawel Woronicz und durch seine Idee des nationalen Pieśnioksiąg zum Teil inspiriert.
Eine ähnliche Achtung für religiöse und nationale Werte zeigte der evangelische Pfarrer Jerzy Heczko, der in dem unter der österreichischen Herrschaft bleibenden Teschener-Schlesien wirkte. In seinem Kantional (erste Ausgabe –Teschen 1865) veröffentlichte er sieben Werke von Karpiński. Vier von ihnen befinden sich auch in der Sammlung von Mrongowiusz: Kiedy ranne wstają zorze, Wszystkie nasze dzienne sprawy, Dosyć Boże deszcze lały, We dnie i w nocy Bóg nad nami czuje. Im Kantional von Heczko sind noch drei andere Lieder: Boże z Twoich rąk żyjemy, Ciebie Boże lud Twój wzywa, Zmarły człowiecze z tobą się żegnamy. Pieśnioksiąg von Mrongowiusz und Kantional von Heczko spielten in der Verbreitung des Glaubens und in der Weitererhaltung der polnischen Literatursprache eine bedeutende Rolle.
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Vol. 35 No. 2 (2002)
Published: 2002-12-31

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