Published: 1999-12-31

Die Philosophie der Mathematik von Immanuel Kant als Bezugspunkt der Philosophien der Mathematik, welche mit den Hauptrichtungen der Mathematikgrundlagenforschungsarbeiten assoziert sind

Jerzy Dadaczyński

Abstract

Die durchgeführten Forschungsarbeiten haben erwiesen, daß die Errungenschaft von I. Kant, auf dem Gebiet der Philosophie der Mathematik, einen sehr wichtigen Bestandteil der Erbschaft des Denkens in diesem Bereich gebildet hat. Bis zu solchem Ausmaß hat er im neunzehnten Jahrhundert die Art die Mathematik zu verstehen beherrscht, daß die am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts entstehenden Konzeptionen der Mathematikgrundlagen mit der Erbschaft des Philosophen von Königsberg ringen mußten, da sie an ihr nicht teilnahmslos vorbeigehen konnten. Der Kantismus bildete für die Philosophien, welche mit den einzehlnen Richtungen der Mathematikgrundlagenforschungen assoziert sind, einen wesentlichen, wenn nicht sogar den allerwichtigsten Bezugspunkt. So mußten die Schöpfer des Logizismus einen großen Kraftaufwand einsetzen, als sie die These von I. Kant, daß die Behauptungen der Mathematik synthetische Urteile a priori sind, an die Grundlagen rütteln wollten. Der Intuitionismus hat tatsächlich das kantische Denken übernommen und es zum Zustande der Mathematik vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts adoptiert. Sogar D. Hilbert, Schöpfer des Formalismus, hat seine Konzeption der Ontologie und Epistemologie der finistischen Mathematik und die Konzeption des Unendlichen als eine Idee des Verstandes von I. Kant übernommen.

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Dadaczyński, J. (1999). Die Philosophie der Mathematik von Immanuel Kant als Bezugspunkt der Philosophien der Mathematik, welche mit den Hauptrichtungen der Mathematikgrundlagenforschungsarbeiten assoziert sind. Silesian Historical and Theological Studies, 32, 23–36. Retrieved from https://journals.us.edu.pl/index.php/ssht/article/view/20062

Vol. 32 (1999)
Published: 1999-12-31


ISSN: 0137-3447
eISSN: 2956-6185

Publisher
Instytut Gość Media/Księgarnia św. Jacka

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