Der Priester Teodor Marcin Rak (1904–1976) hat zu den wichtigen Gestalten der katholischen Geistlichkeit Oberschlesiens in den Nachkriegsjahren gehört. Sein Leben war durch Priestereifer und eine besondere Sorge um Kirchenmusik gekennzeichnet. In der seelsorgerischen Arbeit hat er allen seinen Leidenschaften eine Richtung gegeben. Durch die Liebe zum Kirchenlied hat er sich als Vorläufer der musikalisch-liturgischen Erneuerung des zweiten Vatikanischen Konzils zu erkennen gegeben.
Die wissenschaftlichen Forschungen vom Priester Rak zeigen ihn als Kenner der Gesellschaftsproblematik und vor allem der Musikkultur. Seine Dissertation hat eine groβe Bedeutung auf dem Gebiet der Systematisierung von Volksliedern im Oberschlesien. Er hat sich auch bemüht, die geistliche Volksmusik, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet der Diözese Kattowitz erhalten wurde, vor Vergessenheit zu bewahren.
Als Musiker hat er die wichtigsten Grundsätze der Komponistenkunst angewendet. Sein musikalisches Schaffen, das vor allem durch verschiedene Gesangsformen gekennzeichnet ist, kann den vokalischen Bedarf der Oberschlesier decken und das Repertoire der Pfarrchöre erweitern. „Kirchenliedersammlung” repräsentiert den Musiker und den Seelsorger, der dem Geist des Vatikanischen Konzils geschaffen hat.
Das Leben und das Schaffen vom Priester Teodor Rak können gerade jetzt, zu seinem hundertsten Geburtstag viele Inspirationen erwecken und zwar: geistliche, wissenschaftliche und vor allem musikalische und musikologische.
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Tom 37 Nr 2 (2004)
Opublikowane: 31.12.2004

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